Lesekreis August 2026
Donnerstag, 06. August 2026, 18.00 Uhr
Am Donnerstag, 06. August 2026 um 18.00 Uhr sprechen wir über die Romane "Nicht" des israelischen Autors Dror Mishani und "Die Schwestern" des irischen Autors Colm Tóibín.
Dror Mishani: Nicht
Diogenes Verlag 2026, 192 S.
Ein Mann in seinen Fünfzigern. Er hat offenbar nichts mehr zu verlieren, obwohl noch so viel vor ihm liegt. Die Kinder sind aus dem Haus, KI bedroht seine Arbeit als Übersetzer. Vor allem hat der Tod seiner Frau alles infrage gestellt. Eine solche Liebe, da ist er sich sicher, wird er kein zweites Mal finden. Bis ihm bei gemeinsamen Freunden eine Cellistin begegnet. Es entspinnt sich, so leicht, als ob es Vorsehung wäre, ein verheißungsvolles Verhältnis, und plötzlich steht wieder alles auf dem Spiel. (Verlagstext)
Colm Cóibín: Die Schwestern
Hanser Verlag 2026, 128 S.
Colm Toibin, Autor von »Brooklyn«, über Sehnsucht, Erinnerungen und die Möglichkeit der Versöhnung - eine eindringliche ErzählungNúria, Conxita und Montse sind noch Kinder, als sie nach dem Tod des Vaters ihre katalanische Heimat verlassen, um zusammen mit ihrer Mutter nach Argentinien auszuwandern. Sie, die sich so nahestanden, entfremden sich dort zunehmend. Jede der drei Schwestern geht ihren eigenen Weg. Erst als sie Jahrzehnte später gemeinsam das Haus ihrer Tante in den Pyrenäen erben, wo sie als Kinder ihre Ferien verbrachten, finden sie wieder zusammen. Subtil erkundet Tóibín die fragile Architektur der Beziehung zwischen Töchtern und Mutter, voller Zwischentöne, Verletzlichkeit und jener tiefen Melancholie, die mit Entwurzelung und dem Ringen um Zugehörigkeit in einer fremden Gesellschaft einhergeht. »Die Schwestern« ist eine eindringliche Erzählung über Erinnerung und die Möglichkeit von Versöhnung. (Verlagstext)